Solvay startet Produktionslinien für recyceltes Siliciumdioxid an zwei asiatischen Standorten
Nachricht vom 3. Juli: Der belgische Chemiekonzern Solvay gab die offizielle Inbetriebnahme von Produktionslinien für Fällungssiliciumdioxid an seinen Standorten in Qingdao und Gunsan, Südkorea, bekannt. Die Linien verwenden ISCC Plus-zertifizierten Abfallsand als Rohstoff, und dieses Kreislaufproduktionsmodell wird später weltweit ausgerollt.
Anfang dieses Jahres eröffnete Solvay in Livorno, Italien, die weltweit erste biokreislauforientierte Siliciumdioxid-Anlage. Die Anlage produziert hochdisperses Siliciumdioxid für Reifen aus Reishülsenasche und ebnet damit den Weg für eine Produktionsroute auf Basis von Biomasse-Rohstoffen. Die neuen Abfallsand-Linien in Asien markieren einen weiteren Meilenstein im Kreislaufmaterial-Fahrplan des Unternehmens.
Die Entwicklung dieser beiden Kreislaufproduktionslinien dient in erster Linie dem Ziel der Reifenindustrie, bis 2030 40 % der Rohstoffe aus Kreislaufquellen zu beziehen, und stärkt gleichzeitig Solvays Position als wichtiger Lieferant von Materialien für kohlenstoffarme Mobilität.
Finanziell stand Solvays Kieselsäuregeschäft im Jahr 2025 unter Gegenwind und erzielte einen Umsatz von 515 Millionen Euro, ein Rückgang von 5,1 % im Jahresvergleich mit einem organischen Rückgang von 2,6 %. Der Abschwung war in erster Linie auf die insgesamt schwache Nachfrage auf dem Reifenmarkt zurückzuführen.
Trotz des Umsatzdrucks treibt Solvay seinen kohlenstoffarmen Wandel weiter voran. Das Unternehmen ersetzt aktiv konventionelle mineralische Rohstoffe durch Abfallsand und Biomasse, um Reifenherstellern kohlenstoffarme Kieselsäureprodukte zu liefern.